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Item number
384
Name
Norddeutscher Lloyd
Location(s)
Bremen
Country
Deutschland
Region
Deutschland
Description
Bremen, 01.07.1933, Aktie über 1.000 RM, #109687, 21 x 29,7 cm, türkis, braun, Knickfalte längs, kleine Klammerlöcher, KB, Schiffsabbildung, ohne Lochentwertung, nur ein einziges Stück dieses Nominalwertes lag im Reichsbankschatz!
Condition
EF
   
Norddeutscher Lloyd
 
History (German)
1857 vereinigten sich die Weser-Hunte-Dampfschifffahrts-Gesellschaft, die Schleppschifffahrts-Gesellschaft auf der Unterweser, die Gesellschaft für eine Dampfschifffahrt auf der Oberweser sowie die Vereinigte Allgemeine Assecuranzanstalt für die Oberweserschifffahrt zum Norddeutschen Lloyd. Neben der Schifffahrt wurde auch das Versicherungsgeschäft betrieben. Es wurden Fluss- und Seeassekuranzen angeboten. Treibende Kräfte des Norddeutschen Lloyd waren Hermann Henrich Meier und Eduard Crüsemann, die später dem Verwaltungsrath und der Direction der Gesellschaft angehörten. Der Norddeutsche Lloyd beabsichtigte zunächst - abwechselnd mit der Ocean-Steam-Navigation Company - eine 14tägige Schiffsverbindung zwischen Bremen und New York herzustellen. Somit sollte wöchentlich eine Schiffsverbindung bestehen, so dass "die deutsche Industrie auf eine Beförderung ihrer Fabrikate dahin mit postalischer Regelmäßigkeit und Sicherheit das ganze Jahr hindurch rechnen kann", wie es im Prospekt zur Aktienausgabe im Januar 1857 hieß. Insgesamt wurden bei Gründung der Gesellschaft 40.000 Aktien á 100 Thaler Gold ausgegeben. Als erste Linie des Norddeutschen Lloyd wurde am 28.10.1857 die Linie von Nordenham nach London eröffnet. Die Adler sorgte für einen regelmäßigen Passagierdienst zwischen der Weserregion und England. Bereits ein Jahr später wurde mit den 2.674 BRT großen Dampfern Bremen und New York ein regelmäßiger Linienbetrieb zwischen dem Neuen Hafen in Bremerhaven und New York eingerichtet. Kurz darauf folgten Passagierverbindungen nach Baltimore und New Orleans. Nach einem schwierigen Geschäftsstart erhielten die Aktionäre 1861 erstmals Dividenden. In den Jahren 1867/68 ging die Gesellschaft eine umfassende Partnerschaft mit der Baltimore and Ohio Railroad ein. Zusammen gründeten sie die Baltimore-Linie um Schifffahrts- und Bahnlinie sinnvoll zu verknüpfen. In Bremerhaven bestand bereits 1862 ein Anschluss an die Geestebahn. Zu einer starken Expansion kam es in der Gründerzeit. In den Jahren 1871 bis 1874 wurde eine Linie nach Westindien eingerichtet - mit wenig Erfolg. Später kam eine Linie an die südamerikanische Ostküste hinzu. Die HAPAG, die Holland-Amerika Lijn (Rotterdam) und die Red Star Line (Antwerpen) machten dem Norddeutschen Lloyd auf der Transatlantik-Route starke Konkurrenz. 1885 gewann der NDL die Ausschreibung einer Reichspostdampferlinie nach Australien und Ostasien - ein Meilenstein in der Expansion des Lloyd. Nachdem J.P. Morgan Anfang des 20. Jahrhunderts beim Versuch ein transatlantisches Monopol aufzubauen gescheitert war, lies er sich darauf ein, den Markt unter dem Norddeutschen Lloyd, HAPAG, der Holland-Amerika Lijn sowie der von Morgan kontrollierten Red Star Line aufzuteilen. Das Abkommen lief bis 1912. Die Weltwirtschaftskrise im Jahr 1929 ließ auch den Norddeutschen Lloyd nicht unbeeinflusst. 1930 schloss der Norddeutsche Lloyd daher mit der HAPAG einen Unionsvertrag für eine Zusammenarbeit ab. Ab 1935 wurde eine Betriebsgemeinschaft gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste der Norddeutsche Lloyd wieder ganz unten anfangen. 1948 wurde das erste Reisebüro gegründet. 1951 hoben die Alliierten Schifffahrtsbeschränkungen auf und der Norddeutsche Lloyd begann wieder mit dem Aufbau einer Flotte. 1970 fusionierten der Norddeutsche Lloyd und die HAPAG zur Hapag-Lloyd AG. Nachdem 1997 Preussag die Mehrheit am Konzern übernommen hatte, erfolgten Anfang des Jahrtausends der Squeez-Out der Kleinaktionäre. Ab 2002 firmierte Preussag dann als TUI. 2008 trennte sich TUI dann teilweise vom Hapag-Lloyd Containerschifffahrtsgeschäft um sich auf die Touristik zu konzentrieren. Mehr als die Hälfte der Hapag-Lloyd-Anteile wurde vom Konsortium Albert Ballin, bestehend aus den Unternehmen KM Kühne, der Stadt Hamburg sowie einer Reihe Hamburger Investoren, übernommen.
History (English)
The Norddeutscher LLoyd was created by merger of the Weser-Hunte-Dampfschifffahrts-Gesellschaft, the Schleppschifffahrts-Gesellschaft auf der Unterweser, the Gesellschaft für eine Dampfschifffahrt auf der Oberweser with the Vereinigte Allgemeine Assecuranzanstalt für die Oberweserschifffahrt in 1857. The company operated ships and offered maritime insurances. The Norddeutsche Lloyd planned to offer - alternating with the Ocean Steam-Navigation Company - every 14 days a ship connection from Bremen to New York. But the first line the company opened was from Nordenham to London on 28 October 1857. In 1858, the line Bremerhaven – New York was opened. The Norddeutscher Lloyd served this route with his Steamers Bremen and New York. The company offered a total of 40,000 shares at 100 Thaler Gold each in 1857. It paid a first dividend in 1861. The Norddeutscher Lloyd partnered with the Baltimore and Ohio Railroad in 1867/68. They tried to connect ship and railway lines seasonable. The HAPAG, the Holland-Amerika Lijn (Rotterdam) and the Red Star Line (Antwerp) arranged heavy competition for the Norddeutscher Lloyd on the transatlantic route. In the following time, the four companies made arrangements for the routes. The arrangement ended in 1912. The Norddeutscher Lloyd won the tender for a post steam line to Australian and East Asia in 1885. This was a mile stone in the expansion of the Norddeutscher Lloyd. The Great Depression also influenced the business of the company. The company cooperated with the HAPAG at that time. The company had to restart after World War II. It opened its first travel agency in 1948. The company merged with the HAPAG to HAPAG-Lloyd AG in 1970. Preussag AG took over the majority of the company in 1997, and changed its name in TUI in 2002. TUI split off its container ship business and focused on truism in 2008. A consortium named Albert Ballin, consisting of the entrepreneur KM Kühne, the city of Hamburg and several investors from Hamburg, took over half of the shares of Hapag-Lloyd.
 
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Item #
Name
Date
Estimate
 
4 Banque Industrielle de Chine (Kuhlmann 670 Scrip) 12.04.1925 -
8 Chinese Government (Kuhlmann 304 RS) 21.05.1913 -
16 Gouvernement de la République Chinoise - Chemin de Fer Lung Tsing-U-Hai (Kuhlmann 281 RS NC) 01.01.1913 -
23 Kaiserlich Ottomanische Regierung - Kaiserlich Ottomanische Anleihe der Bagdadbahn / Imperial Ottoman Government - Imperial Ottoman Loan of the Bagdad Railway 31.01.1909 -
28 République Chinoise - Chemin de Fer Lung Tsing-U-Hai (Kuhlmann 281 DP) 01.01.1913 -
245 Negociatie op de Yzer-Smelterye en Hammerwerken te Sennfeld, en op het Riddergoed Sennfeld 25.08.1775 -
257 Stadt Augsburg 02.03.1897 -
295 Actien-Verein für den zoologischen Garten zu Dresden 08.05.1861 -
364 Königsteiner Papierfabrik 01.05.1872 -
399 Schultheiss' Brauerei AG 07.06.1900 -
429 Verwertung der dem Herrn Ernst von Mandelsloh gehörigen Konzession de dato 17. November 1902 auf Aufsuchung und Gewinnung von Alluvial-Gold in Deutsch-Ostafrika 23.01.1903 -
568 Ship Bridget / Providence 20.12.1647 -
569 Real Compañia Guipuzcoana de Caracas 10.12.1729 -
571 La Compañia Real de Zaragoza 21.04.1747 -
572 Kongelige Danske Westindiske Handels Selskab 11.12.1778 -
573 Pennsylvania Population Company 06.02.1793 -
574 Renta Nacional del Tabaco 13.11.1813 -
575 Zweyte Assecuranz-Compagnie 01.03.1824 -
576 Allgemeine Versorgungs-Anstalt im Großherzogthum Baden 14.05.1836 -
577 Herzogthümer Schleswig-Holstein 01.10.1850 -
578 Gesellschaft Casino in Lübeck 00.06.1858 -
579 Kursaal di Viareggio 01.06.1912 -
580 Gesellschaft der Prager Civil-Schwimm- und Badeanstalten 10.01.1883 -
581 Wittener Bade-Gesellschaft 18.03.1883 -
583 Werra-Eisenbahn / Carl Alexander, von Gottes Gnaden Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach, Landgraf in Thüringen, Markgraf zu Meißen etc. etc. 01.11.1856 -
584 Preussisch Rheinische Dampfschiffahrt 01.04.1829 -
585 Actien-Gesellschaft Mainkette 04.10.1883 -
586 American Express-Sammlung [40 Stück] -
587 Bank of New South Wales 31.05.1832 -
588 Flamingo Films, Inc. 15.06.1933 -
589 Porzellanfabrik zu Kloster Veilsdorf 14.07.1884 -
590 Aktiengesellschaft für landwirtschaftliche Maschinen vormals Gebr. Buxbaum 00.12.1909 -
591 Grocers Steam Sugar Refining Compy. of New-York 01.10.1853 -
592 Zuckerfabrik Stuttgart 15.12.1868 -
593 Flensburger Export-Brauerei 01.08.1889 -
594 Dortmunder Union-Brauerei AG 31.10.1885 -
595 Siemens & Halske AG 03.07.1897 -
596 Gasbeleuchtungs-Actiengesellschaft in Hartmannsdorf 15.04.1874 -
597 Filzfabrik Offingen (Actiengesellschaft) 08.05.1897 -
598 Mechanische Weberei am Fichtelbach 31.08.1895 -
599 Graf C. A. v. Festetics 01.07.1828/29.08.1828 -
600 Emprunt Ottoman 1860 00.00.1860 -
601 Emprunt Impérial Chinois or 1911 (Emprunt du Houkouang, Kuhlmann 228 ?) 01.07.1911 -
602 5 % Kaiserlich Chinesische Tientsin-Pukow Staatseisenbahn Ergänzungs-Anleihe von 1910 (Kuhlmann 202 RS) 01.11.1910 -
603 Pekin Syndicate Limited 12.12.1910 -
604 Imperial Chinese Government (Hukuang Railways, Kuhlmann 236) 15.06.1911 -
605 Gesellschaft der Chinesischen Ostbahn 00.00.1897 -
606 Eisenbahn-Gesellschaft Herby-Kielce / Compagnie du Chemin de Fer de Herby-Kelzy 00.00.1909 -
607 Russland - Staatliche Anleihebank 10.11.1819 -
608 Commerzbank I. W. Junker & Co. / Banque de Commerce I. W. Junker et Cie. 00.00.1914 -
609 Gesellschaft der Newsker Zwirnmanufaktur 00.00.1908 -
610 St.-Petersburger Gesellschaft für Mechanische Schuhwaarenfabrikation "Skorochod" 16.03.1911 -
611 Moskauer Aktiengesellschaft für Bier- und Metbrauerei unter der Firma "Moskauer Bavaria" 00.00.1874 -
612 South-Russian Company for Trade in Cattle and Dairy Produce 12.06.1898 / 00.00.1901 -
613 Rigaer Schnelldampfer-Gesellschaft 00.00.1902 -
614 Actiengesellschaft für Walfang und Fischerei im Stillen Ocean Graf H. H. Keyserling & Cie. / The Pacific Whaling and Fishery Company of count H. H. Keyserling and Co., Limited 00.00.1902 -
615 UdSSR - Staatliche innere Anleihe für den Wiederaufbau der Wirtschaft 00.00.1925 -
616 UdSSR - Innere 12 % Anleihe von 1927 00.00.1927 -
617 Bergbau-Industrie-Gesellschaft Kasmin & Co. 15.11.1917 -
622 Industrie- und Handels-Aktiengesellschaft Internationale Arbeiterhilfe für Sowjet-Russland 00.10.1922 -
623 Industrie- und Handels-Aktiengesellschaft Internationale Arbeiterhilfe für Sowjet-Russland 00.10.1922 -
624 International Workers' Relief for Soviet Russia Industrial and Trading Company / Industrie- und Handels-Aktiengesellschaft Internationale Arbeiterhilfe für Sowjet-Russland 00.10.1922 -
636 Freie Ökonomische Gesellschaft 26.10.1845 -
654 Ville de Minsk 00.04.03.1899/00.00.1912 -
656 Stadt Poltawa 00.00.1898 -
657 Ville de Saratoff 15.05.1915 -
663 Imperial Russian Government 01.03.1917 -
675 Société de l'Industrie de Naphte "Kavkas" 00.00.1898 -
686 Wladikawkas Eisenbahn-Gesellschaft / Société du Chemin de Fer de Vladicaucase 00.00.1911 -
690 Société des Usines Mécaniques de Bromley Frères 00.00.1916 -
691 Moskau-Yarosslav-Archangelsk-Eisenbahn-Gesellschaft 00.00.1895 -
696 Première Société des Chemins de Fer Secondaires Russes (Kalinovka-Gaïvoronsk) 01.06.1898 -
699 Poltawasche Agrar-Bank / Banque Foncière de Poltawa 00.00.1874 -
727 Société Septentrionale "Sokol" pour la Fabrication de la Cellulose et du Papier 00.00.1912 -
728 Northern Steamship Commpany Limited / Société de Bateaux à Vapeur du Nord 00.00.1901 -
739 UdSSR - 9 % Eisenbahn-Anleihe von 1927 01.09.1927 -
743 UdSSR - Staatliche Arbeiter-Sparkasse 06.08.1927 -
749 UdSSR [2 Stück] 00.00.1931 -
761 Ehstländische Adliche Credit-Cassa 01.02.1805 -