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Bericht zur 59. Präsenzauktion

Neuer Russland-Boom – Highlights gefragt

Nachdem wir von den anwesenden Sammlern im vergangenen Jahr sehr positives Feedback zu unserem – durch Corona erzwungenen – Auktionsdebut in Zorneding bekommen haben, fand die 59. Auktion erneut im Festsaal des Limone im Zornedinger Ortsteil Pöring statt. Die 24 angereisten Sammler wurden erneut nicht nur mit herausragenden Historischen Wertpapieren, sondern auch von Petrus verwöhnt. Die weiterhin gute Stimmung im Markt für Historische Wertpapiere zeigt sich am Gesamtumsatz von knapp 240.000 Euro.


3G und ein Tisch pro Person bzw. Haushalt: Eine Auktion in Corona-Zeiten.

Wie bereits seit einiger Zeit, taten sich die traditionell zu Beginn der Auktion angebotenen chinesischen Papiere recht schwer. Hier scheinen die aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Herausforderungen, vor denen China steht, ihre Spuren zu hinterlassen. Ganz anders das Bild bei Historischen Wertpapieren aus den USA und Europa sowie bei den Autographen. Hier zeigte sich reges Interesse und es gab teilweise länger anhaltende Bietgefechte zwischen Saalbietern, wie beispielswiese bei Los 131, einer Aktie von Arthur Guinness Son & Co. die von 120 auf 400 € hochgeboten wurde. Bei den Historischen Wertpapieren aus Deutschland zeigte sich, dass auf DM lautende Papiere – in der Breite – etwas schwieriger gehen, es im Gegenzug aber dann wieder bei älteren Stücken auch zu länger anhaltenden Bietgefechten kommt. Die als Lose 513 bis 515 angebotenen Sammlungen mit DM-Mustern der Bundesrepublik Deutschland, der Industriekreditbank sowie der Kreditanstalt für Wiederaufbau fanden alle drei zu den jeweiligen Mindestgeboten neue Sammler.

Ihren Höhepunkt erreicht die Auktion, als die 50 Highlights, die wieder in einem eigenen Katalog mehrsprachig präsentiert wurden, unter den Hammer kamen. Und hier zeigte sich bei den drei angebotenen DM-Papieren, dass bei Spitzenstücken aus dem DM-Segment weiterhin sehr hohe Nachfrage vorhanden ist. Ein Satz aus zwei Musterstücken der Amrumer Schiffahrts AG klettere beispielsweise von 900 auf 1.500 €. Heftig gewetteifert wurde auch um eine 1837 ausgegebene Quittung für eine Teilzahlung der Eisenbahn von Nürnberg zur nördlichen Reichsgrenze. Dieses Papier wurde erstmals in unserer 8. Fernauktion im Jahr 2003 versteigert und ist seither ein Einzelstück geblieben. Damals noch für 528 € zugeschlagen, boten ein Schrift- und zwei Saalbieter das Stück diesmal von 1.000 € auf 2.200 € hoch. Während es im Asienteil zu Beginn der Auktion noch ruhig war, liefen die drei asiatischen Stücke unter den 50 Highlights vor allem Dank internationaler Bieterschaft sehr gut. Das Papier des Club Concordia stieg von 2.500 € auf 3.500 €, die Aktie der Börse von Shanghai wurde mit 9.000 € versteigert und Société Franco-Chinoise de Distillerie de Hankeou fand mit 1.500 € einen neuen Liebhaber. Die ersten russischen Papiere lieferten denn auch einen Vorgeschmack darauf, was die Sammler während des Russland-Teils erwarten sollte. Eine Aktie über 5 x 250 Rubel der Commerzbank I. W. Juncker kletterte von 1.800 auf 3.000 € und die Gesellschaft der Anstalt für künstliches Mineralwasser in St. Petersburg (das erste an der Börse von St. Petersburg notierte Unternehmen) aus dem Jahr 1834 wurde zum Highlight der Auktion: Zwei Saalbieter und ein Telefonbieter wetteiferten um dieses Historische Stück, das aus einer alten Russland-Sammlung stammt. Gestartet mit 3.500 € kletterte der Preis schließlich auf 10.000 €. Der Saalbieter zeigte sich sichtlich erfreut, dieses herausragende Stück für seine Sammlung sichern zu können.

Sehr lebhaft und mit vielen überraschend hohen Zuschlägen ging es dann im Russland-Teil weiter. Die Zuschlagsumme der Russland-Stücke erreicht fast deren Ausrufsumme. Ein lange nicht gesehenes Bild. Da russische Bürger aufgrund der Pandemie noch immer nicht reisen dürfen, spielte sich die Musik hier vor allem im Internet ab.

Nach der Auktion saßen die angereisten Sammler noch lange und glücklich auf der Terrasse des Limone zusammen. Viele hatten sichtlich Freude daran, Sammlerfreunde nach langer Zeit mal wieder zu treffen und die herausragenden Köstlichkeiten aus der Küche und dem Weinkeller zu genießen.

Aufgrund des durchweg positiven, um nicht zu sagen euphorischen Feedbacks der Sammler, werden wir unsere Auktion im Jahr 2022 ebenfalls im Festsaal des Limone in Zorneding-Pöring veranstalten. Als Termin ist der 3. September 2022 anvisiert. 

Nutzen Sie jetzt die Gelegenheit und liefern Sie ganze Sammlungen oder rare Einzelstücke für unsere kommenden Auktionen ein:

03.09.2022 – Auktion Nr. 61 in Zorneding (inkl. Online-Auktion einen Tag danach)


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