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Bericht zur 54. Präsenzauktion

Fulminanter Start ins neue Auktionsjahr!

Bei kalten Außentemperaturen ging es bei der 54. Auktion der HWPH AG in Würzburg heiß her. Bereits die ersten Auktionslose im sonst eher von Schriftgeboten und Internetgeboten geprägten Auslandsteil ließen erahnen, wie es weitergehen wird: Bietgefechte über Bietgefechte. Neben den anwesenden Sammlern beteiligten sich fast 200 Bieter über die Onlineplattform, fast noch einmal so viele Schriftbieter sowie zeitweise drei Telefonbieter parallel an der Auktion. Am Ende standen rund 281.000 Euro Gesamtumsatz.

Gefragt waren vor allem amerikanische Autographen. Ein von William Gibbons und Commodore Cornelius Vanderbilt signierter Scheck aus dem Jahr 1827 kletterte nach einem heftigen Kampf, den der glückliche Saalbieter für sich entschied, von 300 auf 1.200 €. Ein von Rockefeller signierter Brief kletterte von 300 auf 700 €. Maritim-Sammler Dieter Engel fasste in seinem Blogbeitrag wie folgt zusammen: "Das machte schon der Auslandsteil klar, den ich persönlich als einen der besten in den letzten Jahren bezeichnen würde. Viele Bietgefechte und spektakuläre Zuschläge besonders bei den amerikanischen Autographen. Der folgende Teil Süd-Deutschland ließ dann erkennen, wohin die Reise in den nächsten Stunden gehen sollte."

Und da ging die Reise dann auch hin. Aus dem Teil Deutschland vor 1948 ist vor allem die 1892 ausgegebene Aktie der Allgemeinen Deutsche Credit-Anstalt zu erwähnen. Ausgehend vom Mindestgebot von 1.000 € boten sich zwei Telefonbieter schließlich bis auf 2.800 € hoch.

In neue Preissphären stießen auch die DM-Papiere vor. Nachfolgend einige Beispiele:
Los 225 Bayerische Motorenwerke, Juli 1978, 50 DM (120/525 €)
Los 356 Zahnräderfabrik Renk, Februar 1977, 1.800 x 1.000 DM (300/700 €)
Los 513 Hapag-Lloyd, September 1970, 100 DM (200/525 €)
Los 565 Steinkohlenbergwerke Mathias Stinnes AG, September 1965, VZ 1.000 DM (120/450 €)
Los 641: Klöckner-Hütte Bremen AG, Dezember 1954, 3 x 100 DM (500/1.050 €)

Der Schwung hielt auch bei den 50 Highlights an. Gleich beim ersten Los, einem von Johann Wolfgang von Goethe signierten Zubußschein des Ilmenauer Kupfer- und Silberbergwerks, kämpften ein Schriftbieter sowie ein Saal- und zwei Telefonbieter gegeneinander - mit dem glücklicheren Ende für den Saalbieter. Spannung pur bei Los 624, dem Cover-Stück des Highlight-Kataloges - der Drei-Generationen-Aktie der New York and Harlem Rail Road Company. Ausgerufen mit 5.000 € lieferten sich drei Telefonbieter, ein Internetbieter sowie drei Saalbieter einen erbitterten Bietwettstreit. Der Hammer fiel schließlich bei 13.000 €. Es ist schon eine Weile her, dass gleich so viele Akteure so erbittert um einen Autographentitel gekämpft haben. Es erinnert ein wenig an die Zeit um die Jahrtausendwende.

Aus allen Kanälen strömten die Gebote dann wieder, als ein weiteres Highlight der Auktion aufgerufen wurde: Das Gründerstück der Hongkong and Shanghai Banking Company. Ausgerufen mit 10.000 € ging das Einzelstück unter großem Applaus schließlich für 17.500 € an einen anwesenden Saalbieter.

Ohne neue Eigentümer blieben hingegen der von Fidel Castro signierte Erlass sowie große Teile der wohl umfassendsten Daimler-Benz-Sammlung. Aber das waren auch die einzigen Wermutstropfen.

Der abschließende Russland-Teil war diesmal angebotsbedingt etwas kleiner als in den vergangenen Jahren. Dafür war die Zuschlagsquote bei russischen Papieren am Ende besser als zuletzt. Besonders herauszuheben sind weiter Papiere aus Odessa, die sich hoher Beliebtheit erfreuen. Die Aktie der Société par Actions de la Fabrique de Papier à Odessa wechselte für 4.900 € den Besitzer, Startpreis waren 1.800 €.

Und falls sich ein Restaurantkritiker unter unseren Kunden befindet - ihm legt Dieter Engel einen Besuch der Auktion besonders ans Herz: "Apropos belohnen. Ein Lob dem HWPH Team hinter den Auktionatoren. Organisation vom feinsten und der kleine Imbiss war (wie immer) toll. Man sollte langsam darüber nachdenken, auch einmal einen Restaurantkritiker einzuladen. In der kleinen Küche der Barockhäuser solche Köstlichkeiten zu zubereiten ist einfach klasse und trägt sicher auch zum Erfolg einer Auktion bei."

20 Sammler hatten im Anschluss an die Auktion noch jede Menge Spaß beim gemeinsamen Abendessen im Würzburger Traditionslokal Backöfele. Bis nach Mitternacht wurde über die Auktion sowie über das ein oder andere Wertpapier diskutiert. 

Nutzen Sie jetzt die Gelegenheit und liefern Sie ganze Sammlungen oder rare Einzelstücke für unsere kommenden Auktionen ein:

12.09.2020 – Auktion Nr. 56 in Würzburg (inkl. Online-Auktion einige Tage danach)


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