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Bericht zur 47. Präsenzauktion

Maritimes und DM-Papiere gefragt

Die 47. Auktion für Historische Wertpapiere wurde mit einem wahren Feuerwerk an Presseberichten angekündigt. Spiegel Online, das Handelsblatt, FAZ, Focus Online, die Ostsee-Zeitung sowie zahlreiche weitere Zeitungen und Online-Portale haben im Vorfeld der Auktion über das Highlight, eine Anleihe der United States Steel Corporation mit Signatur von Andrew Carnegie, sowie über die angebotenen Fußball-Wertpapiere, die Aktie der Otto-AG für Beteiligungen oder die Aktie der Rostocker Actien-Gesellschaft für Schiffbau und Maschinenfabrik (NEPTUN-Werft) berichtet.

Abgerundet wurde die Berichterstattung von den regionalen Medien sowie kurzen Veranstaltungshinweisen bei Radio Charivari und Antenne Bayern. Rund 30 Sammler aus Deutschland, Schweden, Russland und der Schweiz fanden den Weg in den Auktionssaal. Traditionell startete die Auktion mit Papieren aus Asien und Nahost. Hier fand diesmal ein Favoritenwechsel statt. Während die seltenen Stücke aus der Türkei und Palästina gefragt waren, stießen viele chinesische Sachen diesmal auf nur verhaltene Nachfrage. Bei den europäischen Wertpapieren fanden vor allem die selteneren und teureren Stücke reges Interesse. Bei den Historischen Wertpapieren aus Deutschland dominierten wieder einmal die zu DM-Zeiten ausgegebenen Papiere. Hier gab es teilweise Steigerungsraten von mehr als 300 Prozent gegenüber dem Ausruf!

Einige Beispiele:
Deutsche Immobilien Fonds AG (100/450 €)
Hapag-Lloyd AG (220/550 €)
Hartmann & Braun (70/230 €)
Norddeutsche Hypotheken- und Wechselbank AG (90/350 €)
Westbank AG (150/525 €)


Rare Stücke aus Bremen, Danzig sowie im Fußball-Special erfreuten sich ebenfalls sehr reger Nachfrage. Den Vogel schoss allerdings ein Varia-Los ab: Unter Los 186 kam ein Auktionskatalog der Berliner Disconto Bank AG aus dem Jahr 1977 zum Ausruf. Es war der Katalog zur ersten richtig professionellen Wertpapierauktion. Ausgerufen mit 40 € stritten sich ein Schriftbieter und ein Saalbieter um das rare Stück. Am Ende behielt der Saalbieter mit 400 € die Oberhand.

Mit Spannung erwarteten die angereisten Sammler die Versteigerung der 50 Highlights. Gleich mehrere Lose hatten hier das Interesse der Medien auf sich gezogen. Gleich drei maritime Stücke wurden von vier Saal- und Telefonbietern deutlich hochgesteigert:
Rostocker Actien-Gesellschaft für Schiff- und Maschinenbau (5.000/10.500 €)
Roer-Linie AG (1.000/4.200 €)
BAVARIA, Schifffahrts- u. Speditions-AG (2.000/3.100 €)


Reges Interesse und das ein oder andere Bietgefecht gab es auch bei den raren Versicherungs- und Zoo-Wertpapieren. Das Highlight der Auktion, die Anleihe der United States Steel Corporation mit Original-Signatur von Andrew Carnegie ging an den Autographen-Sammler und Kunsthändler Rüdiger K. Weng.

Im Russland-Teil dominierten erneut Historische Wertpapiere aus der UdSSR-Zeit. Hier kämpften oftmals fünf und mehr Bieter um die Stücke. Großes Interesse zeigten Saal- und Internetbieter an den angebotenen Geldscheinen. Eine vor gut 100 Jahren zusammengetragene Sammlung aus 78 Geldscheinen und Belegen kletterte von 3.500 auf 7.000 €. Ein extra angereister Saalbieter hatte hier am Ende gegenüber Internet und Schriftbieter die Nase vorne.

Abgerundet wurde die Auktion durch einen gemütlichen Abend im Backöfele, an dem 22 Sammler bis tief in die Nacht Spaß hatten und Informationen austauschten. Inklusive Online-Auktion betrug das Zuschlagsvolumen 255.000 Euro oder 57 Prozent der Ausrufsumme. 

Nutzen Sie jetzt die Gelegenheit und liefern Sie ganze Sammlungen oder rare Einzelstücke für unsere kommenden Auktionen ein:

04.05.2019 – Auktion Nr. 52 in Würzburg (inkl. Online-Auktion einige Tage danach)


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