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Bericht zur 61. Präsenzauktion

Raritäten im ungebremsten Höhenflug

Dass die 61. Auktion des Historischen Wertpapierhauses keine gewöhnliche Auktion werden würde, erahnten die meisten Sammler bereits, als sie den Auktionskatalog in Händen hielten. Denn statt der sonst üblichen 50 Highlights gab es diesmal 75 Spitzenstücke in einem separaten Katalog zu bewundern. Und das hatte einen guten Grund: Neben den herausragenden Sammlungen von Prof. Dr. Eckhardt Wanner, Klaus Schiefer und Karl R. Meyer kamen mit einer 1623 emittierten Anleihe der Vereinigten Ostindischen Compagnie (VOC, Los 500) sowie der einzigen und bisher unbekannten deutschen Aktie, die auf einen König ausgestellt ist (Preussische See-Assecuranz-Compagnie, Los 546), zwei weitere absolute Raritäten unter den Hammer. Am Ende stand ein Umsatz von fast 360.000 Euro zu Buche – der dritthöchste in der 21jährigen Firmengeschichte der HWPH AG. In der Präsenzauktion wurden 62 Prozent der Stücke versteigert und die Quote nach Wert lag bei hervorragenden 84 Prozent.

Wie gewohnt startete die Auktion mit Historischen Wertpapieren aus Asien. Und hier zeichnete sich schon ein erfreulicher Trend ab. Während sich Bieter aus China und Hongkong in den vergangenen Jahren eher zurückhielten (unter anderem, weil für sie Zahlungen im Ausland nicht mehr so leicht zu tätigen waren und in China eher mit Argwohn gesehen werden), waren sie nun wieder zurück und lieferten sich das erste Mal bei Los 7 ein Bietgefecht. Bereits hier zeichnete sich ab, dass auch der Saal aktiv mitzumischen gedenkt, und so wanderte mit Los 21 das erste Los an einen der 22 anwesenden Saalbieter.

Sehr gut lief der darauf folgende Amerika-Teil. Dies vor allem, da sehr seltene Eisenbahn- und Bank-Aktien angeboten wurden. Spürbar gestiegene Nachfrage war bei bekannten Namen zu verzeichnen: So kletterten die zwei angebotenen Aktien von Walt Disney von 90 beziehungsweise 100 Euro auf 150 und 170 Euro. Beide Stücke wanderten an Neusammler, die aufgrund der in den vergangenen beiden Jahren forcierten Social Media-Aktivitäten von Matthias Schmitt, Spaß an Historischen Wertpapieren gefunden haben. Bietgefechte und eine sehr gute Zuschlagsquote gab es bei den amerikanischen Autographen. Ob John D. Rockefeller oder Thomas Alva Edison – Papiere mit den Signaturen der Größen der amerikanischen Wirtschaft stehen hoch in der Gunst der Anleger.

Nachdem der Europateil solide, aber ohne größere Überraschungen lief, wurde es im Bereich Süddeutschland und damit den Wertpapieren aus Bayern und Baden-Württemberg deutlich lebhafter. Und das hatte einen guten Grund: Zahlreiche Stücke aus Mittelbaden kamen aus der Sammlung von Prof. Dr. Eckhardt Wanner unter den Hammer. Hier lieferten sich Regionalsammler, Branchensammler und Trophäenjäger ein ums andere Mal Bietgefechte. Der anschließende Teil mit deutschen Wertpapieren vor 1948 entwickelte sich ordentlich. Viele Stücke fanden neue Sammler.

Um 15.30 Uhr war es dann soweit: Die 75 Highlights standen zur Versteigerung an – und es sollte reihenweise heftige Bietgefechte zwischen anwesenden Sammler, Schriftbietern, Telefonbietern und live zugeschalteten Internetbietern geben. Ein hartes Gefecht blieb dem Ersteigerer der V.O.C.-Anleihe noch erspart: Er darf sich glücklich schätzen, das extrem gut erhaltene Stück zum Ausrufpreis von 40.000 Euro bekommen zu haben. Bei der direkt darauf versteigerten Recepisse sah es schon anders aus: Sie kletterte von 2.500 auf 4.600 Euro.

Auf neue Höhen katapultiert wurde eine von nur zwei bekannten Anleihen der Gesellschaft deutscher Republikaner (2.500 / 5.500 Euro) sowie die beiden 1887 und 1920 ausgegebenen Anleihen der Thurmbergbahn. Während die 1887er-Emission noch verhältnismäßig moderat von 1.800 auf 2.700 Euro stieg, wurde die 1920 emittierte Vorzugsaktie in einem Wettstreit zwischen zwei Telefonbietern und dem Saal von 750 auf 5.500 Euro katapultiert. Dabei entstand das nachfolgende Bild:


Spannung im Saal: Welcher der Telefonbieter liegt im Moment vorne?

Zu heftigen Bietgefechten zwischen Telefon- und Internetbietern kam es dann auch bei der Versteigerung von seltenen Brauerei-Stücken aus der Sammlung von Prof. Dr. Wanner: Brauerei zum Zähringer Löwen in Schwetzingen (1.800 / 3.400 Euro), Brauereigesellschaft Eglau in Durlach (2.500 / 4.300 Euro). Den Vogel schoss hier die Murgthalbrauerei Actien-Gesellschaft vormals Alois Degler aus dem Jahr 1899 ab, die bisher komplett unbekannt war: Gerufen mit 2.500 Euro, fiel der Hammer erst bei 8.000 Euro.

Mit etwas weniger Gegenwehr fanden die weiteren Highlights neue Besitzer. Die Gründeraktie der Deutschen Edison-Gesellschaft für angewandte Elektrizität (10.000 / 11.000 Euro), die erste AEG-Aktie (4.000 / 4.000 Euro) sowie die Aktie der Preussischen See-Assecuranz (25.000 / 25.000 Euro) haben ebenso eine neue Sammlerheimat gefunden wie die beiden aus der Sammlung von Karl R. Meyer stammenden Helvetia-Aktien (8.000 bzw. 8.500 Euro). Bis auf das erste Top-Stück wurden alle Lose mit mehr als 2.500 Euro zugeschlagen. Das zeigt sehr deutlich, dass im Moment eine extrem starke Nachfrage nach Spitzenstücken vorherrscht. Zögern Sie nicht und kontaktieren Sie uns, wenn Sie rare Einzelstücke oder ganze Sammlungen für die Auktion haben.

Im abschließenden Teil mit Historischen Wertpapieren aus der DM-Zeit gab es ebenfalls teils deutliche Steigerungen und eine solide Zuschlagsquote.

"Für mich war es einer der schönsten Auktionen, die ich erlebt habe", so Gerd Kleinewefers. "Eine wunderbare Gelegenheit, meinem Sohn den Einstieg in das Sammelgebiet vermitteln zu können".

Abgerundet wurde der Auktionstag von den Mitgliederversammlungen des EDHAC und EDHAM sowie einem gemeinsamen Abendessen im Restaurant Limone. Die Küche verzauberte die Sammler mit kreativen Gerichten auf Spitzenniveau! 

Nutzen Sie jetzt die Gelegenheit und liefern Sie ganze Sammlungen oder rare Einzelstücke für unsere kommenden Auktionen ein:


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