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Bericht zur 9. Präsenzauktion

Erneut Rekordauktion für Historische Wertpapiere

Am 15. September fand in Würzburg die 9. Auktion für Historische Wertpapiere der HWPH AG statt. Mit einem Gesamtumsatz von mehr als 183.000 € war es die erfolgreichste Auktion der HWPH Historisches Wertpapierhaus AG. Würzburg entwickelt sich mehr und mehr zum Mekka der Wertpapier-Sammler. Gefragt waren neben russischen Papieren vor allem Raritäten aus Europa und Deutschland sowie regionale Stücke aus Süddeutschland.

Rund 60 Sammler fanden bei schönem Wetter den Weg nach Würzburg, um sich heiße Bietgefechte zu liefern. Und der erste Knaller ließ nicht lange auf sich warten: Als Los 11 wurde eine Stadtanleihe von Shanghai aus dem Jahr 1932 versteigert. Ausgerufen mit 400 € fiel der Hammer erst bei 2.200 €. Nachdem es zwischenzeitlich bei den Wertpapieren aus Nord-, Süd- und Mittelamerika etwas ruhiger wurde – lediglich Stücke aus Peru und Brasilien waren sehr rege gefragt –, ging bei russischen Papieren wieder die Post ab.

Mit einem Umsatz von 66.000 € war die 9. Auktion der HWPH AG die bisher erfolgreichste Auktion für russische Wertpapiere weltweit. Der erst im Frühjahr bei der 8. Auktion in Montabaur aufgestellte Weltrekord wurde also bereits nach nicht einmal sechs Monaten um fast 20 Prozent übertroffen. Und einen weiteren Weltrekord gab es zu vermelden: Für 10.000 € fand die Traduction eines Anleihvertrages vom Zaren Paul I. aus dem Jahr 1798 einen neuen Sammler. Damit wurde der im Frühjahr erzielte Weltrekord (Grand Russian Railway, 6.500 €) um mehr als 50 Prozent übertroffen. Auch bei vielen anderen Stücken gab es deutliche Preissteigerungen:

AG der Russisch-Baltischen Akkumulatoren-Fabrik in Riga, Mindestgebot: 275 €, Zuschlag: 800 €
Gesellschaft für elektrische Beleuchtung vom Jahre 1886, Mindestgebot: 500 €, Zuschlag: 1.250 €
Gesellschaft K. I. Butjugin, Mindestgebot: 350 €, Zuschlag: 900 €
Rigaer Baugesellschaft, Mindestgebot: 220, Zuschlag: 950 €
Société Anonyme de la Manufacture de Bolschewo, Mindestgebot: 180 €, Zuschlag: 900 €
Société de Navigation á Vapeur et de Commerce du Bassin du Volga, Mindestgebot: 1.800 € / 2.900 €
Soc. des Forges, Laminoirs et Usines Mécaniques de Russie, Mindestgebot: 200 €, Zuschlag: 900 €
Süd-Ost-Eisenbahn-Gesellschaft, Ausruf: 2.000 €, Zuschlag: 3.900 €
Südwest-Eisenbahn-Gesellschaft, Ausruf: 1.500 €, Zuschlag: 1.800 €

9. Auktion für Historische Wertpapiere

Hervorzuheben sind auch die Spitzenstücke aus Europa. Die von Jaques Offenbach signierte Aktie des Théatre de la Gaite – abgebildet im Buch „Aufbruch auf Aktien“ von Jakob Schmitz und seit Jahren als Einzelstück bekannt – fand für 22.000 € einen neuen Besitzer. Spannenden Bietgefechte zwischen Saal-, Schrift- und Telefonbietern gab es zudem bei dem Papier der Bank of England (Mindesgebot: 1.700 € / Zuschlag 2.700 €), des Zoo Lissabon (1.000/1.500 €) sowie der Eidgenoessischen Bank (1.250/2.000 €).

Mit einer Zuschlagsquote von fast 82 Prozent stand der Süddeutschland-Teil dem Russland-Teil wenig nach. Zahlreiche bisher unbekannte lokale Stücke wurden teils auf den doppelten oder gar dreifachen Ausrufpreis gesteigert. Highlight war ein Blankett der bisher unbekannten Gründeraktie der Gesellschaft für Spinnerei und Weberei aus Ettlingen. Ausgerufen mit 2.200 € fiel der Hammer bei 2.400 €.

Auch im zweiten Deutschland-Teil fanden viele neue Stücke regen Anklang. Einige Beispiele: Actiengesellschaft zur Gründung des Bades Neuenahr im Ahrthale (1.000/1.200 €), Brigg Schiffe R. W. Parry (1.000/1.000 €), Deutsche Reichsbank mit Original-Signatur Herrmann Josef Abs (1.500/1.900 €), Harpener Bergbau AG (1.200/1.200 €), Leipziger Bierbrauerei zu Reudnitz Riebeck & Co. AG (1.100/1.500 €). Das Highlight, eine von Johann Wolfgang von Goethe signierte Zahlungsanweisung, kletterte von 3.800 auf 4.200 €. Das Besondere daran: Ähnlich wie einige andere europäische Top-Stücke ging das Papier an einen Sammler aus Russland. Ein Trend, der schon bald das Preisniveau bei weiteren europäischen Spitzenstücken heben dürfte.

Abgerundet wurde die Auktion von einem großen Sammlerbasar. Dieser fand am Sonntag, 16. September in der Fachhochschule statt. Händler und Sammler aus ganz Europa fanden dabei neue Stücke für Ihre Sammlungen oder neue Liebhaber für Ihre Doubletten. 

Nutzen Sie jetzt die Gelegenheit und liefern Sie ganze Sammlungen oder rare Einzelstücke für unsere kommenden Auktionen ein:

Januar 2018 – Auktion in Würzburg


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