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Bericht zur 41. Präsenzauktion

In 100 Sekunden von 120 auf 4.000 € - Russland dominiert

Die 41. Auktion der HWPH Historisches Wertpapierhaus AG war vor allem von einem neu entfachten Boom bei Historischen Wertpapieren aus Russland geprägt. Doch bis diese Stücke an die Reihe kamen, wurden zahlreiche Raritäten aus aller Welt versteigert. Den Beginn machten Papiere aus Asien. Diese waren rege gefragt, jedoch blieben spektakuläre Steigerungsraten diesmal aus. Besonders hervorzuheben ist die älteste japanische Anleihe aus dem Jahr 1872. Ausgerufen mit 650 € fand das Papier zu 825 € einen neuen Besitzer. Rare Stücke aus China, wie etwa Kuhlmann 304 RS (1.1.00/1.100 €) oder die erstmals angebotene Kuhlmann Nummer 281 RS NC (1.500/1.500 €) fanden neue Besitzer.

Historische Wertpapiere aus Europa sowie aus Nord-, Süd- und Mittelamerika waren gut gefragt. Hier ragte besonders eine Power of Attorney der South Sea Company heraus. Das 1726 ausgestellte Papiere kletterte von 700 auf 1.250 €. Ein gewohntes Bild zeigte sich im Deutschland-Teil. Wertpapiere aus Süddeutschland, die in Würzburg traditionell in einer eigenen Rubrik ausgerufen werden, fanden in der Mehrheit neue Besitzer. Papiere aus der DM-Zeit waren ebenfalls gefragt. Deutlich selektiver gingen die Sammler hingegen bei deutschen Historischen Wertpapieren aus der Zeit vor 1948 vor.

Bevor um 15.30 Uhr die Versteigerung der 50 Highlights der Auktion begann, wurde der Journalistenpreis für Historische Wertpapiere und Finanzgeschichte 2016 verliehen. Der gemeinsam von der Scripovest AG und der HWPH Historisches Wertpapierhaus AG ausgelobte und mit 500 € dotierte Preis ging in diesem Jahr an Franky Leeuwerck für seinen Blog unter http://leeuwerck.blogspot.de/.

Verleihung des Journalistenpreises für Historische Wertpapiere und Finanzgeschichte
Bitte lächeln ...
(Quelle: Mario Boone)

Franky Leeuwerck berichtet in seinem Blog regelmäßig über Historische Wertpapiere und anstehende Veranstaltungen. Sein Liebe gilt dem Detail: Er beleuchtet oft kleine Details in einer Vignette oder eine Signatur. Daneben liefert er zahlreiche nützliche Informationen für Einsteiger und Fortgeschrittene Sammler. Herzlichen Glückwunsch!

Den Höhepunkt der Versteigerung waren erneut die 50 Highlights: 30 der 50 angebotenen Stücke fanden einen neuen Liebhaber. Mit den 50 Highlights startete dann auch die Versteigerung Russischer Wertpapiere. Diese waren zuletzt eher etwas verhalten im Trend und so kam es hier zu einigen sehr positiven Überraschungen. Positiv stach vor allem die neu hinzugekommene Marktbreite auch bei teureren Papieren hervor. So lieferten sich drei im Saal anwesenden Sammler, zwei Telefonbieter und zahlreiche Onlinebieter aus aller Welt heiße Bietgefechte um die Raritäten.

Blick in den Auktionssaal
Das Budget prüfen oder einfach nur staunen über 50 Highlights
(Quelle: Mario Boone)

Den Vogel schoss eine schmucklose, stockfleckige, zinslose Schuldverschreibung der UdSSR aus dem Jahr 1939 ab (Los 745). Ausgegeben für das Volkskommissariat für Fischerei-Industrie der UdSSR, Hauptverwaltung motorisierter Fischereistationen "GLAWMRS", war das Stück mit 120 € gerufen. In exakt 100 Sekunden boten sich die Saalbieter sowie die beiden Telefonbieter auf 4.000 € hoch. Und das Stück war bei weitem nicht das einzige UdSSR-Papier, das solche Steigerungsraten hinlegte. Gleich mehrere Papiere sprangen vom dreistelligen Euro-Bereich über die Marke von 5.000 €.

UdSSR - Volkskommissariat für Fischerei-Industrie der UdSSR, Hauptverwaltung motorisierter Fischereistationen GLAWMRS
Für manchen ein hässliches, auf jeden Fall aber ein teures "Entlein"

Am Ende der Auktion verbuchte die HWPH AG zusammen mit der Online-Auktion einen Umsatz von knapp 230.000 €. Die Veranstaltung war damit die bisher umsatzstärkste Wertpapier-Auktion weltweit in diesem Jahr. 

Nutzen Sie jetzt die Gelegenheit und liefern Sie ganze Sammlungen oder rare Einzelstücke für unsere kommenden Auktionen ein:

Januar 2018 – Auktion in Würzburg


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