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Bericht zur 33. Präsenzauktion

VOC-Anleihe bringt 30.000 €

Ein breit gefächertes internationales Auktionsangebot erwartete die Besucher der Frühjahrsauktion der HWPH Historisches Wertpapierhaus AG, die am 26. April 2014 in Würzburg stattfand. Zahlreiche Sammler aus Deutschland, Belgien, Österreich, der Schweiz sowie aus Russland fanden den Weg in die Barockhäuser in Würzburg. Mit fast 270.000 € (Quote Wert 60 %) lag der Gesamtumsatz der 33./34. Auktion rund 60.000 € niedriger als im Herbst vergangenen Jahres. Ein großer Teil des Rückgangs beruht auf der nunmehr deutlich abgeflachten Nachfrage nach spekulativen Wertpapieren aus China und Mexiko. So wurden die Petchili-Bonds in dieser Auktion beispielsweise mit 1.150 bzw. 1.200 € versteigert, nachdem im Herbst noch 7.500 € (nach 140 € im Frühjahr 2012) gezahlt worden sind.

Die Auktion begann lebhaft mit Papieren aus Asien und dem Nahen Osten. Vor allem das Internet beteiligte sich hier stark am Auktionsgeschehen und focht das ein oder andere Bietgefecht alleine aus. Solide war auch die Nachfrage nach Papieren aus Amerika sowie nach amerikanischen Autographen. Ein sehr erfreulicher Trend – nachdem dieses Gebiet in den letzten Jahren oft Schwäche zeigte. Licht und Schatten wechselten sich anschließend beim Europa-Teil ab, bevor der Bereich 18. Jahrhundert wieder mit ordentlichen Zuschlägen glänzte. Ein gewohntes Bild zeigte sich dann im weiteren Auktionsverlauf: Die in Würzburg traditionell in einer eigenen Rubrik angebotenen Wertpapiere aus Bayern und Baden-Württemberg erfreuten sich reger Nachfrage. Gleiches gilt für die auf DM-lautenden Titel. Wenn auch hier diesmal die Steigerungsraten etwas geringer als in früheren Auktionen ausfielen. Unverändert schwer taten sich weiterhin deutsche Historische Wertpapiere aus der Zeit vor 1948, sofern es sich nicht um herausragende Firmen oder gesuchte Branchen wie Brauereititel handelte.

Bevor die Versteigerung der 50 Highlights den Übergang vom Deutschland- zum Russland-Teil markierte, stand wie in jedem Frühjahr die Verleihung des Journalistenpreises für Finanzgeschichte und Historische Wertpapiere auf dem Programm. Der Preis ging in diesem Jahr an Dr. Peter Christen für sein Internetprojekt www.wertpapiergeschichte.com. Herzlichen Glückwusch! Ulrich W. Hanke von NONVALEUR Nachrichten hat über die Auktion und die Preisverleihung ein Video erstellt und bei Youtube eingestellt:


Gleich das erste Los der Top 50 war der Knüller der Auktion: Die Anleihe der Vereinigten Ostindischen Compagnie (VOC), der „Mutter aller Aktiengesellschaften“, ging für 30.000 € an einen im Saal anwesenden Schweizer Sammler. Und dieser Zuschlag zog Kreise. Bereits wenige Stunden nach der Auktion berichteten sowohl die Bild-Zeitung als auch Focus online über das Ergebnis. Auch der russischen Nachrichtenagentur ITAR-TASS war es eine eigene Meldung wert.

Auch die weiteren Stücke der in einem extra Katalog präsentierten 50 Highlights waren heiß begehrt. Alleine bei 15 Papieren boten Sammler telefonisch mit. Obendrein beteiligten sich noch viele Saal- und Internetbieter. Hart umkämpft war ein Liquidated Debt-Zertifikat der Vereenidge Staaten van America. Dieses kletterte von 2.500 auf 4.600 €.

Weitere herausragende Zuschläge:

Los 455: Königlich Bayerisch privilegirte Krystallglas-Fabrik Theresienthal: 7.000 € / 7.000 €
Los 457: Deutsche Pferde-Eisenbahn: 3.500 e / 3.800 €
Los 458: Maatschappij de Volharding tot Uitoefening der Zeevisscherij en tot Bereiding en Vervaardiging van Vischnetten: 8.000 € / 8.000 €
Los 459: Benz & Cie., 1909: 3.000 € / 3.500 €
Los 461: Sammlung von 166 deutschen US-Dollar-Bonds: 6.000 € / 6.500 €
Los 463: Bürgerliches Brauhaus Ingolstadt: 5.500 € / 5.500 €
Los 466: Arminius Aktiengesellschaft für Bierbrauerei und Kalkgewinnung: 7.000 € / 8.000 €
Los 478: Commerzbank in Kostroma / Banque de Commerce de Kostroma: 2.600 € / 3.600 €
Los 482: Handelsgesellschaft "Pjotr Stepanowitsch Lapin": 2.300 € / 3.100 €

Am Ende fanden 33 der 50 Highlights einen neuen Besitzer. Viele nach Bietgefechten.

Der anschließende Russland-Teil hielt zahlreiche Überraschungen bereit. Gleich mehrere Lose wurden zwischen Saal, Internet und Telefon hochgeboten. Teils ging es um mehrere hundert Prozent nach oben. So kletterte Los 497, eine Anleihe der Bessarabisch-Taurischen Agrar-Bank über 10.000 Rubel von 1908 beispielsweise von 130 auf 1.000 €, der 5.000 Rubel Nominalwert stieg von 90 auf 875 €.

Deutlich geringer als sonst fielen die Steigerungsraten bei den zum Abschluss in einem eigenen Block angebotenen Spekulationspapieren aus. Hier scheint nach fast fünf Jahren teils erratisch wechselnder und mit Verfügbarkeit und historischer Bedeutung nicht zu erklärenden Preissteigerungen nun aus nahezu allen Bereichen die Luft raus zu sein. 

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Januar 2018 – Auktion in Würzburg


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