Ingelsberg 17 b
D- 85604 Zorneding
Deutschland / Germany
Tel.: +49 (0)8106 - 2461-86
Fax: +49 (0)8106 - 2461-88
E-Mail: auktion@hwph.de

 



Bericht zur 31. Präsenzauktion

Rekordpreise in Wiesbaden

Wie bereits im Frühjahr 2013 stand auch die Herbstauktion der HWPH Historisches Wertpapierhaus AG ganz im Zeichen Historischer Wertpapiere aus Russland. Zahlreiche russische Sammler und Händler waren persönlich in Wiesbaden anwesend. Dies führte zu vielen lang anhaltenden Bietgefechten. Zu deutlichen Preissteigerungen kam es auch bei deutschen Brauerei-Aktien sowie bei niederländischen Papieren aus dem 18. Jahrhundert. Aufgrund von Sammlungsauflösungen kamen zahlreiche Unikate und Spitzenstücke auf den Markt. Mit fast 330.000 € lag der Gesamtumsatz etwas über der Auktion im Frühjahr. 51 Prozent der angebotenen Stücke fanden einen neuen Liebhaber (Quote Wert: 69 %). 82 Lose wurden mit 1.000 € und mehr zugeschlagen.

Dass russische Papiere weiter gefragt sind, stand nach den ersten zehn Losen bereits außer Zweifel: 10 Lose – 10 Zuschläge – 8 davon im Saal nach heftigen Bietgefechten. So kletterte Los 4, eine 5er-Vorzugsaktie der Wilnaer Hypotheken-Bank von 700 auf 1.300 €. Erwähnenswert aus dem Bereich Russland ist noch ein Anteilschein der Fabrikations- und Handelsgesellschaft R. Köhler & Co. in Moskau (Los 134). Der Preis für dieses rare Stück stieg von 1.200 auf 2.700 €. Neben den Banken waren vor allem russische Staatspapiere gefragt. Los 396, eine Fahrrad-Schuldverschreibung der UdSSR Allunions-Vereinigung der Maschinenbau- und Metallbearbeitungsindustrie "Maschinoobjedinenije" kletterte von 80 auf 825 €.

Auch die 50 Highlights, die erneut in einem separaten, mehrsprachigen Katalog ausführlich präsentiert wurden, waren von Papieren aus Russland dominiert. Den Vogel schoss dabei die Losnummer 555, Aktiengesellschaft für Metalldruck und chemisch-galvanische Produktion "Metallograph" ab. Der Zuschlag von 5.500 € ist unseres Wissens nach der höchste Zuschlagspreis, den eine Aktie aus der Zeit nach der Oktober-Revolution je erzielt hat.

Hier finden Sie ein Video mit dem 50 Highlights unserer Auktion:


In Sachen Bietgefechte standen die weiteren, nicht aus Russland stammenden Highlights der Auktion ihren russischen Pendants in nichts nach: Ein 10er-Interimsschein der chinesischen Reorganisationsanleihe von 1913 (Los 566) wurde bei einem Ausruf von 1.000 letztlich für 2.200 € zugeschlagen. Zu einer neuen Blüte setzten auch im 18. Jahrhundert in Holland emittierte Papiere an: Die Compagnie der Saeg-molens geërigeert in Vlaenderen, ein Betreiber von Windmühlen, wechselte für 4.100 € den Besitzer. Schriftbieter und ein Telefonbieter lieferten sich einen Wettstreit um ein 1791 in Amsterdam ausgestelltes Fonds-Zertifikat für US-Staatsanleihen (Los 574). Am Ende behielt der Schriftbieter mit 8.500 € die Oberhand.

Das absolute Highlight der Auktion war eine 1843 ausgestellte Aktie der Vereinigten Dampfschiffahrtsgesellschaft für den Thuner- und Brienzersee (Los 576). Ein Saalbieter sicherte sich das hochdekorative Papier für 12.500 €. Bietgefechte gab es auch bei vielen deutschen Papieren. Ein 1926 ausgegebener Dollar-Bond von Robert Bosch ging nach hartem Kampf für 2.200 € an einen persönlich anwesenden Spezialsammler. Zum Abschluss der 50 Highlights sowie im anschließenden Bereich „Deutschland vor 1948“ war die Nachfrage nach Brauerei-Aktien unverändert stark. Hier kam der letzte Teil einer bedeutenden Brauerei-Sammlung auf den Markt. Es konnte sich in der Regel der Internet- oder Schriftbieter durchsetzen.

Schwach war hingegen die Nachfrage nach alten deutschen Papieren aus anderen Bereichen. Ganz anders wiederum die Stimmung bei den modernen deutschen Wertpapieren aus der DM-Zeit. Hier prägten Bietgefechte, hohe Steigerungsraten und eine hohe Zuschlagsquote das Bild.

Rege Nachfrage herrschte zudem nach Historischen Wertpapieren aus der Zeit vor 1800. Hier fanden viele Papiere einen neuen Besitzer. Wenig gefragt waren hingegen Stücke aus Europa und Amerika, während Asien zum Abschluss noch einmal für ordentliche Gebote sorgte. 

Nutzen Sie jetzt die Gelegenheit und liefern Sie ganze Sammlungen oder rare Einzelstücke für unsere kommenden Auktionen ein:

20.01.2018 – Auktion in Würzburg (inkl. Online-Auktion einige Tage danach)

15.09.2018 – Auktion in Würzburg (inkl. Online-Auktion einige Tage danach), EDHAC-Tag am 16.09.2018


Kontaktieren Sie uns:

HWPH AG
Matthias Schmitt
Ingelsberg 17b
85604 Zorneding
Deutschland / Germany

Telefon: 08106 – 24 61 86
Fax: 08106 – 24 61 88
Mobil: 0160 – 15 2 75 91
eMail: auktion@hwph.de