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Bericht zur 29. Präsenzauktion

Russland, China und Brauereien im Fokus

Die Frühjahrsauktion der HWPH Historisches Wertpapierhaus AG stand diesmal ganz im Zeichen Historischer Wertpapiere aus Russland und China. Um sie entbrannten zahlreiche lang anhaltende Bietgefechte. Dies spiegelte sich auch im Gesamtergebnis nieder: Der Umsatz lag mit rund 325.000 € auf dem Niveau der Herbstauktion 2012 und das, obwohl die Ausrufsumme rund 60.000 € niedriger lag als im Herbst. Die Zuschlagsquote (Wert) lag mit 80 Prozent auf einem für Wertpapier-Auktionen sehr hohen Niveau. Rund 53 Prozent der angebotenen Stücke wurden verkauft.

Ulrich W. Hanke, Herausgeber der Nonvaleur Nachrichten | News, hat ein kleines Video von unserer Auktion gedreht und auf Youtube eingestellt:


Anders als sonst kamen Wertpapiere aus Russland diesmal nicht am Ende der Auktion, sondern direkt zu Beginn. Dies hatte einen guten Grund: Mit der Sammlung von Dr. Helmut Fischer war der Russland-Teil ein absolutes Highlight. Aus diesem Grund wurde die russische Übersetzung bereits Anfang Februar separat gedruckt und kräftig an Sammler verteilt. Zahlreiche Bieter wurden durch diese Marketingmaßnahmen erreicht und einige kamen persönlich in den Auktionssaal, wo es zu zahlreichen Bietgefechten kam. Die erste dicke Überraschung lieferte Los 165, Société "Cuivre de Sibérie". Die Aktie von 1912 kletterte von 1.500 auf 5.500 €. Weitere heiße Bietgefechte in den vierstelligen Euro-Bereich hinein folgten, als die 50 Highlights an die Reihe kamen. 15 der 20 russischen Highlights fanden einen neuen Besitzer. Für den Zuschlag reichten dabei oftmals erst Gebote von mehr als 100 Prozent über dem Ausrufpreis.

Die 50 Highlights, die erneut in einem eigenen Katalog ausführlich und zweisprachig präsentiert wurden, machten ihrem Namen alle Ehre. 36 von Ihnen wechselten den Besitzer. Die Aufschläge waren – ähnlich wie bei den russischen Papieren – auch hier bei den deutschen Brauerei-Wertpapieren enorm. Besonders die beiden erstmals angebotenen Papiere der Actien-Brauerei Kempten sowie der Exportbier-Brauerei Kloster-Langheim waren stark gefragt: Ausgerufen mit jeweils 2.000 € fiel erst bei 4.900 beziehungsweise bei 4.500 € der Hammer.

Die in einer separaten Rubrik angebotenen Wertpapiere aus Süddeutschland waren erneut gut gefragt. 73 der 120 Papiere wurden zugeschlagen. Ruhiger verlief dann die Versteigerung der übrigen deutschen Papiere aus der Zeit vor 1948. Hier tut sich der Markt im Moment sehr schwer. Ganz anders als bei den DM-Papieren, wo einige Stücke in neue Sphären vorstießen. Erwähnenswert ist hier die Aktie des Hofbrauhauses Nicolay aus dem Jahr 1953. Ausgerufen mit 400 € kletterte der Preis auf 800 €.

Durchwachsene Ergebnisse dann in den Bereichen Europa, 18. Jahrhundert, Afrika, Amerika und Autographen. Hier ragten vor allem die beiden Sammlungen rund um die Baltimore & Ohio Railroad sowie mit Papiere der Confederate States of America heraus. Beide Sammlungen wurden deutlich über dem Ausruf platziert.

In den beiden abschließenden Bereichen Asien / Naher Osten und Spekulation ging dann noch einmal richtig die Post ab. Bis auf das letzte Los wurden alle Lose nach teils heftigen Bietgefechten zugeschlagen. Eine Sammlung mit 83 chinesischen Papiere klettere von 4.000 auf 9.500 €, eine Petchilli-Anleihe von 1.000 auf 6.500 € und ein Satz aus 5 Liberty-Bonds von 4.000 auf 10.500 €.

Einige Stunden zuvor wurde bereits nach der Mittagspause der Journalistenpreis "Historische Wertpapiere und Finanzgeschichte" verliehen. In der Kategorie Printmedien/Film wurden Stefan Jäger und Wolf Truchsess von Wetzhausen für ihren erstklassigen Film über das "Phänomen" John Law ausgezeichnet. Für seine Webseite in Kombination mit zahlreichen Internet-Publikationen wurde Hans-Georg Glasemann die Ehre zuteil, als Gewinner der Kategorie Elektronische Medien hervorzugehen.

Journalistenpreis Historische Wertpapiere und Finanzgeschichte 2013
Von links: Wolf Truchsess von Wetzhausen, Stefan Jäger, Hans-Georg Glasemann, Matthias Schmitt (HWPH AG), Jörg Benecke (AG für Historische Wertpapiere), Volker Malik (Scripovest AG)
(Quelle: Ulrich W. Hanke, Nonvaleur Nachrichten | News)

Auch aktuell zeigten zahlreiche Medien Interesse an der Auktion. Exemplarisch dafür die hervorragende Reportage von Michael Stahl vom Handelsblatt: "Es geht um viel mehr als nur Rendite"

Abgerundet wurde das Auktionswochenende von einem sehr gut besuchten EDHAC-Event am Sonntag. Der Event-Tag bestand aus Frühstück, Vortrag und Jahreshauptversammlung des EDHAC. 

Nutzen Sie jetzt die Gelegenheit und liefern Sie ganze Sammlungen oder rare Einzelstücke für unsere kommenden Auktionen ein:

Januar 2018 – Auktion in Würzburg


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