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Bericht zur 27. Präsenzauktion

26.000 € für einen dreifachen Charlie Chaplin

Wie bereits im vergangenen Jahr berichteten auch diesmal wieder zahlreiche Medien (Welt, Focus, Bild, Antenne Bayern sowie unzählige Regionalzeitungen) im Vorfeld über die anstehende Würzburger Auktion. Im Fokus stand Los 567, eine im Jahr 1923 ausgegebene Aktie der Chaplin Studios. Das Papier ist auf Charlie Chaplin selbst ausgestellt, gleich dreifach von ihm signiert und repräsentierte 55 Prozent an den Chaplin Studios, in denen zwischen 1918 und 1952 alle Chaplin-Filme produziert wurden. Aber auch über die Neue Theater-AG (Alter Oper Frankfurt), den Pforzheimer Bankverein, die Bergbau-AG Neu-Duisburg sowie über die Aktie der Vereinigten Kunstmühlen AG in Landshut wurde vorab in regionalen und überregionalen Tageszeitungen ausführlich berichtet. Mit einem Gesamtumsatz von fast 340.000 € war die Herbstauktion der HWPH AG die dritterfolgreichste Auktion der Firmengeschichte (Quote 73 %, Stückzahlquote 55 %). Lässt man russische Papiere außen vor, die 2008 zu zwei Rekordauktionen mit Umsätzen von jeweils mehr als 410.000 € geführt haben, so war die Herbstauktion 2012 die mit Abstand bisher erfolgreichste Auktion der HWPH AG.

Der Journalist und Sammler Ulrich W. Hanke hat ein kleines Video von unserer Auktion gedreht und auf Youtube eingestellt:


Zu Auktionsbeginn bekamen die rund 30 angereisten Sammler zahlreiche Bietgefechte zu sehen. Diese spielten sich im Auslandsteil vornehmlich zwischen Schriftbietern und Online-Bietern ab. So wurde zum Beispiel um uralte Bergbau-Papiere gekämpft (Los 124/125). Ein Konvolut mit drei Bergbau-Dokumenten aus Sachsen kletterte dabei von 200 auf 950 €, ein Ausbeuth-Schein der Fundtgruben zum Franckenberg auff dem Freuwdenthal von 1.000 auf 2.300 €. In beiden Fällen behielt der Schriftbieter die Oberhand. Um Los 138, einen Gewährschein des Ursula Erbstollen, entbrannte ebenfalls ein heftiger Kampf, den erneut der Schriftbieter bei 1.950 € für sich entschied.

Dem erfolgreichen Auslandsteil schloss sich ein in Würzburg traditionell gut bebotener Süddeutschland-Teil an. Bei den folgenden Papieren vor 1948 aus dem restlichen Deutschland gab es hingegen die eine oder andere Durststrecke. Doch spätestens als die DM-Papiere aufgerufen wurden, änderte sich die Stimmung schlagartig. Wie gewohnt gab es um viele Papiere teils heftige Bietgefechte. Einzig die erstmals angebotenen Aktien (jeweils 15 Stück in einer Multiauktion) der Bastfaserkontor AG floppten.

Seinen Höhepunkt erreichte der Auktionstag, als um 15.30 Uhr die 50 Highlights der Auktion aufgerufen wurden. Um zahlreiche Papiere gab es vehemente Bietgefechte zwischen mehreren Schriftbietern, Telefonbietern, Internetbietern und anwesenden Saalbietern. Besonders hervor stechen die Aktie der Grande Compagnie du Luxemburg (1.500/2.600 €), die Gründeraktie der Gotthardbahn (6.000/6.500 €), die Aktie der Hamburg-Brasilische Dampfschiffahrt-Gesellschaft (7.500/10.000 €), die Aktie des Bankverein Aschaffenburg (2.000/2.700 €), die Brauerei-Gesellschaft Eglau in Durlach (2.000/3.100 €) sowie der Zoo Kopenhagen (6.000/6.000 €). Das absolute Highlight, die Chaplin-Triple, sicherte sich ein extra angereister Saalbieter mit seinem Gebot von 26.000 €. Das Ergebnis war vielen Zeitungen - wie zum Beispiel der FAZ - erneut eine Schlagzeile wert.

27. Auktion für Historische Wertpapiere
Dieser Beleg für Chaplins Aktienportfolio sorgte deutschlandweit für Schlagzeilen

Anschließend kamen noch etwas mehr als 200 Lose mit russischen Papieren unten den Hammer. Hier zeigt sich, dass der russische Markt wieder deutlich fester tendiert. Herauszuheben ist eine Aktie der Newsker Vorort-Pferdeeisenbahn. Sie kletterte von 2.000 auf 5.500 €. Bei einer Anleihe der Stadt Nijni-Novgorod fiel der Hammer schließlich erst bei 4.700 € (Ausruf 3.000 €). Nachdem sich der Saal während des Russland-Teils nach und nach geleert hat, kam es zum Abschluss der Auktion noch einmal zu einem richtigen Knaller: Eine Aktie der Cuyutlan Gold Mines Company mit Vignette von Napoleon Bonaparte war das erste Los des Teils "Spekulation", in dem nur Bieter mitbieten durften, die zuvor ein Deposit hinterlegt hatten. Der Ausruf lag bei 500 € - der Hammer fiel erst bei 10.500 €. 

Nutzen Sie jetzt die Gelegenheit und liefern Sie ganze Sammlungen oder rare Einzelstücke für unsere kommenden Auktionen ein:

Januar 2018 – Auktion in Würzburg


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