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Bericht zur 23. Präsenzauktion

24.000 € für Lehman Nummer 1

Dass die Herbst-Auktion der HWPH Historisches Wertpapierhaus AG zu einem Highlight werden wird, ahnten einige Sammler bereits im Voraus. Mehr als 50 Zeitungen und Zeitschriften berichteten über die anstehende Auktion. Im Focus stand dabei die Aktien Nummer 1 von Lehman Brothers. Aber auch über andere herausragende Stücke, wie etwa die älteste noch börsengültige Anleihe (Los 207), die Aktie des Alten Rhein-Canals oder die Aktie der Paulinenaue–Neu-Ruppiner Eisenbahn-Gesellschaft wurde in den Medien berichtet. Zudem war HWPH-Vorstand Matthias Schmitt bei drei Radiosendern (Bayern 1, Bayern 2 und mdr info) Interview-Gast. Historische Wertpapiere waren in aller Munde.

Die mediale Vorarbeit wirkte sich bereits bei den ersten Losen aus: Die ersten 14 Lose wurden allesamt zugeschlagen. Die Gründeraktie der Deutsch-Asiatischen Bank, ausgegeben 1900 in Shanghai, kletterte gar von 400 auf 1.400 €. Auch für die Spekulationsbonds aus Mexiko und Brasilien war reges Interesse festzustellen. Zwei Mexiko-Bonds von 1904 wurden bei Ausruf 4.500 € mit 5.000 € versteigert, ein Brasilien-Bond von 1903 kletterte von 2.000 auf 3.300 €. Hohe Nachfrage herrschte auch bei den fünf US-Railroad-Bonds der Superlative aus der Sammlung von Tankred Menzel. Alle fünf Papiere warengefragt und fanden neue Sammler in aller Welt.

Mit Los 76 bis 116 kam dann das Highlight des Auktionstages an die Reihe: Das Lehman-Erbe. Die offerierten Papiere stammten alle aus dem Archiv der im Jahr 2008 zusammengebrochenen Investmentbank Lehman Brothers. Nur wenige Kilometer von Rimpar entfernt, von wo aus die Gebrüder Lehman zwischen 1844 und 1850 in die USA auswanderten, wurden nun Teile des Nachlasses der einst bedeutenden Investmentbank versteigert. Die Sammlung Finanziers und Philanthropen fand für 6.000 € einen neuen Besitzer. Mucksmäuschenstill wurde es im Saal, als mit Los 77 die Nummer 1 von Lehman Brothers aufgerufen wurde. Ausgerufen mit 5.000 € begann die Versteigerung auf Grund zahlreicher schriftlicher Vorgebote bereits bei 10.500 €. Dann ging es Schlag auf Schlag: 14.000 – 14.500 – 18.000 – 18.500 – 24.000 €! Das Stück der Finanzkrise 2008 fand damit einen neuen Liebhaber. Und selbst die ARD tagesthemen um 22.05 Uhr berichteten über dieses Ereignis. Auf der ARD-Website können Sie den Beitrag noch einmal ansehen: http://www.tagesschau.de/multimedia/video/sendungsbeitrag139348.html

23. Auktion für Historische Wertpapiere
Lehman Brothers Nr. 1 - das Stück der Finanzkrise 2008!

Und auch bei den Einzelstücken aus dem Lehman-Archiv wurden viele Papiere zu guten Preisen zugeschlagen. Die rege Nachfrage zog sich anschließend durch den kompletten Auslands-Teil, in dem mehr als 70 Prozent der offerierten Stücke zum Teil mit deutlichen Preisaufschlägen versteigert worden sind. Ein Ergebnis, das bei deutschen Veranstaltungen Seltenheitswert hat. Besonders erwähnenswert sind noch Los 207 Waterschap Ellewoutsdijk (1.000/1.500) sowie Los 189 Derby Canal Company - Little Eaton Railway (3.000/3.000).

Kaum Rücklose gab es auch im traditionell in Würzburg starken Süddeutschland-Teil, in dem Historische Wertpapiere aus Bayern und Baden-Württemberg unter den Hammer kommen. Besonders hervorzuheben ist hier eine Teilschuldverschreibung der Mech. Baumwoll-Spinnerei u. Weberei in Augsburg aus dem Jahr 1909. Das Einzelstück aus dem Reichsbankschatz wurde mit 700 € gerufen und fand bei 1.250 € einen neuen Besitzer.

Etwas ruhiger wurde es dann im Bereich Deutschland vor 1948. Die beiden Top-Stücke, eine Aktie des Oberhohndorfer Schader-Steinkohlenbau-Vereins sowie eine bisher unbekannte Aktie des Alten Rhein-Canals zu Rheinberg blieben zunächst liegen. Letzeres Stück fand im Nachverkauf allerdings einen neuen Liebhaber. Bietgefechte hab es hingegen bei der Aktie der Paulinenaue-Neu-Ruppiner Eisenbahn-Gesellschaft. Angesetzt mit 2.500 € entschied schlussendlich ein Schriftbieter das Duell bei 4.200 € für sich.

Bietgefechte waren auch im DM-Bereich an der Tagesordnung. Von Los 533 bis 631 gab es nur ganze 13 Rücklose! Das entspricht einer Zuschlagsquote von rekordverdächtigen 87 Prozent! Munter weiter ging es auch bei russischen Wertpapieren. Spitzenstücke waren hier sehr gefragt, während sich häufiger vorhandene Wertpapiere schwer taten. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch die 24. Auktion, die am Montag, 7. November, als reine Online-Auktion stattfand.

Alles in allem setzte die HWPH AG in der 23./24. Auktion rund 255.000 € um. Bezogen auf die Ausrufsumme bedeutet dies eine Zuschlagsquote von 67 Prozent. 57 Prozent der angebotenen 1.814 Stücke wurden versteigert. 

Nutzen Sie jetzt die Gelegenheit und liefern Sie ganze Sammlungen oder rare Einzelstücke für unsere kommenden Auktionen ein:

Januar 2018 – Auktion in Würzburg


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