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Bericht zur 19. Präsenzauktion

Höchster Zuschlag des Jahres 2010 für Louis Daguerre!

Die Herbstauktionen der HWPH Historisches Wertpapierhaus AG waren äußerst erfolgreich. Trotz eines um rund 20 Prozent geringeren Ausrufvolumens lag die die Zuschlagsumme mit rund 227.000 € über dem Niveau der Frühjahrsauktionen. Bemerkenswert ist zudem ein starken Trendwechsel: Während zahlreiche Wertpapiere aus Russland keinen neuen Liebhaber fanden, waren vor allem Historische Wertpapiere aus Deutschland stark gefragt.

Den ersten Paukenschlag des Tages erlebten die rund 50 nach Wiesbaden angereisten Sammler bereits kurz nach Beginn der Auktion. Los 23, eine mit 350 € angesetzte mexikanische Anleihe aus dem Jahr 1904, landete nach einem heftigen Bietgefecht zwischen einem Saal- und einem Telefonbieter bei 8.000 €. 23 Los-Nummern später sollte der Saal wieder den Atem anhalten: Als Los 46 wurde eine bisher unbekannte Aktie der Gesellschaft Diorama mit Original-Signatur von Louis Jacques Mandé Daguerre mit einem Mindestgebot von 5.000 € aufgerufen. Es war schnell klar, dass es nicht bei diesen 5.000 € bleiben wird. Zwei Telefonbieter sowie ein Saalbieter hatten sich in das Papier verliebt. Am Ende hatte der Saalbieter den längeren Atem und sicherte sich für 31.000 € diese frühe Juwel der Finanzgeschichte. Es war der höchste Auktionszuschlag, der im Jahr 2010 auf einer Auktion für Historische Wertpapiere erzielt worden ist!

19. Auktion für Historische Wertpapiere
Wacker kämpften die Telefonbieter - am Ende doch vergebens ...
(Quelle: Ingo Korsch)

Stark weiter ging es auch im Bereich Deutschland vor 1948. Hier überraschten aber weniger einzelne Auktionszuschläge als vielmehr die Fülle an zugeschlagenen Stücken. Mussten sich Auktionatoren in den vergangenen Jahren in diesem Bereich meist mit 35 bis 45 Prozent an verkauften Stücken zufrieden geben, so scheint hier nun ein neuer Aufschwung stattzufinden. 66 % der offerierten Lose wurden zugeschlagen. Oft behielt der Saalbieter die Oberhand gegenüber den Schriftbietern.

Der Aufschwung bei deutschen Papieren hat einen guten Grund: Fast eineinhalb Jahre sind nun seit der letzten Reichsbankschatz-Versteigerung vergangen. Viele Sammler haben sich dort stark engagiert. Das hat Löcher in die Budgets für die „klassischen Auktionen“ gerissen. Diese Zeiten sind nun vorbei. Nun konzentrieren sich die Sammler vermehrt auf die Raritäten. Ein Trend, der sich auch im kommenden Jahr fortsetzen sollte.

Einige Highlights aus dem Deutschland-Bereich:

Los 269: Maschinenbau-AG vorm. Starke & Hoffmann, (Ausruf / Zuschlag) 1.000 € / 1.600 €
Los 273: Mülheimer Maschinen-Fabrik & Eisengiesserei (vorm. Becker & Jordan), 1.500 € / 2.100 €
Los 310: Schoonen Schiff Minna, 1.000 € / 1.000 €
Los 311: Schweriner Land-Gesellschaft, 2.200 € / 2.200 €
Los 312: Sieg-Rheinischer Bergwerks- und Hütten-Actien-Verein, 1.500 € / 1.550 €

Heiße Bietgefechte gab es auch um die seltenen DM-Papiere. Hier stach vor allem ein Musterstück des Kölner Zoos heraus. Das Papier wurde mit 625 € versteigert.

Ungewohnt ruhig ging es hingegen im Bereich Russland und ehemalige UdSSR zu. Nachdem diese Papiere in den vergangenen drei bis vier Jahren zu den hohen Umsätzen maßgeblich beitrugen, war dieser Bereich diesmal die eindeutig schwächste Rubrik der Auktion. Berücksichtig man diesen Faktor bei der Analyse der Gesamtauktion, so erkennt man den starken Aufschwung bei Historischen Wertpapieren aus Deutschland und Europa noch deutlicher.

19. Auktion für Historische Wertpapiere
Der "Jungsammler" setzte im Russland-Teil andere Prioritäten ...
(Quelle: Ingo Korsch)

Abgerundet wurde die Herbstveranstaltung von einer Online-Auktion. Am Montag und Dienstag wurden 1.505 Lose einzeln und nacheinander online versteigert. Das Ergebnis kann sich auch hier sehen lassen: Insgesamt wurde 46 Prozent der Papiere verkauft. Im Frühjahr 2010 betrug diese Quote noch 39 Prozent. Noch deutlicher ist der Aufschwung beim Zuschlagsvolumen zu erkennen: Wurden im Frühjahr – bei gleichem Ausruf von um die 100.000 € - noch Papiere für 37.000 € verkauft, so erhielten diesmal Papiere im Wert von fast 64.000 € online einen Zuschlag. 

Nutzen Sie jetzt die Gelegenheit und liefern Sie ganze Sammlungen oder rare Einzelstücke für unsere kommenden Auktionen ein:

20.01.2018 – Auktion in Würzburg (inkl. Online-Auktion einige Tage danach)

15.09.2018 – Auktion in Würzburg (inkl. Online-Auktion einige Tage danach), EDHAC-Tag am 16.09.2018


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