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Bericht zur 16. Präsenzauktion

Aufschwung hat den Markt für Historische Wertpapiere erreicht

Am 15. Mai lud die HWPH AG zu Ihrer Frühjahrsauktion nach Würzburg. Rund 60 Sammler kamen zur 16. Auktion des Historischen Wertpapierhauses. Wie bereits im Herbst des vergangenen Jahres war die Veranstaltung zweigeteilt: Die ersten 1.000 Lose wurden am Samstag, 15. Mai im Rahmen der Präsenzauktion angeboten. Weitere 1.385 Lose wurden am Dienstag, 18. Mai im Rahmen einer reinen Online-Auktion (17. Auktion) versteigert.

Das Ergebnis lässt nur einen Schluss zu: Der Aufschwung hat auch den Markt für Historische Wertpapiere erreicht. In beiden Auktionen zusammen wurden Historische Wertpapiere für rund 209.000 € (inkl. Nachverkäufe) umgesetzt. Mit 172.000 € entfiel der Löwenanteil der Umsätze auf die Präsenzauktion. Die Zuschlagsquote der Präsenzauktion lag bei 61 Prozent, wobei 59 Prozent der offerierten Stücke verkauft wurden. Im Vergleich zur Herbstauktion bedeutet dies ein Plus von acht beziehungsweise zwölf Prozentpunkten!

Zunächst hatte es jedoch weniger gut ausgesehen: Die zu Beginn der Auktion offerierten Papiere aus Asien stießen auf wenig Gegenliebe. Zwar waren chinesische Aktien wie ehe und je sehr gut gefragt, die verstärkt angebotenen Papiere aus Indien fanden jedoch kaum neue Sammler. Das verwunderte umso mehr, als in der vergangenen Auktion diese Papiere besonders gefragt waren. Für eine positive Überraschung sorgten hingegen die amerikanischen Autographen: Zehn der 17 angebotenen Papiere fanden einen neuen Eigentümer. Dabei ragte eine Aktie der Standard Oil mit Original-Signatur von John D. Rockefeller heraus. Sie wurde von 2.500 auf 2.900 € hochgesteigert und ging an einen Bieter im Saal.

Einige Highlights aus Europa und dem 18. Jahrhundert:

Los 141: Société Établie pour l'Exploitation de L'ancienne Manufacture Royale Draps Fins d'Abbeville, (Ausruf / Zuschlag) 4.000 € / 4.000 €
Los 251: Societeit van Assurantie tot Amsterdam, 1.700 € / 1.750 €
Los 274: Real Compania de San Fernando de Sevilla, 3.000 € / 3.000 €
Los 278: Compañia Real de Granada, 2.400 € / 2.400 €
Los 286: Les trois États Du Pays Duché de Luxembourg & Comté de Chiny, 2.500 € / 2.600 €
Los 287: Monte di Pietà della Citta di Firenze, 1.000 € / 1.200 €

Richtig Leben kam in den Saal, als die deutschen Wertpapiere versteigert wurden. Die traditionell in einer eigenen Rubrik offerierten Papiere aus Süddeutschland waren gefragt: 69 von 104 Stücken fanden einen neuen Besitzer. Besonders umkämpft war dabei eine erstmals angebotene Schuldverschreibung der Oberrheinischen Eisenbahn. Ihr Preis kletterte von 1.000 € auf 2.100 €. Eine rare Aktie der AG Flora aus Köln stieg von 2.000 auf 2.700 € und eine erstmals offerierte Emission der Bank für Handel und Industrie (Darmstadt, später DANAT-Bank) ging zum Mindestgebot von 5.000 €. Erwähnenswert ist auch ein bisher unbekanntes Stück der Lübeck-Bremer Dampfschifffahrts-Gesellschaft. Trotz eher mäßiger Erhaltung stieg der Preis des Stücks von 3.500 auf 3.900 €. Die Post ging auch bei einem neu aufgetauchten Kolonialtitel ab. 1.000 € Mindestgebot wurden für den Anteilschein an der Verwertung der dem Herrn Ernst von Mandelsloh gehörigen Konzession de dato 17. November 1902 auf Aufsuchung und Gewinnung von Alluvial-Gold in Deutsch-Ostafrika verlangt – 1.450 € billigte der Markt dem Stück schlussendlich zu.

Aber nicht nur bei den US-Autographen und den deutschen Papieren, sondern auch bei Historischen Wertpapieren aus Russland stehen die Zeichen auf Aufschwung. Hier erweist sich unter anderem auch der schwache Euro als Segen. Der Rubel hat in den vergangenen sechs Monaten rund 20 Prozent an Wert gewonnen. Das verbilligt die Stücke für russische Sammler. Highlight war ein bisher unbekannter Anteilschein der Gesellschaft der Bergwerke in Suksun aus dem Jahr 1848. Nach unseren Recherchen ist dies der zweitälteste Anteilschein aus Russland, der je angeboten wurde. Mindestgebot und Zuschlag lagen bei 6.000 €.

Abgerundet wurde das Auktionswochenende am Sonntag (16. Mai) durch eine Sammlerbörse. 

Nutzen Sie jetzt die Gelegenheit und liefern Sie ganze Sammlungen oder rare Einzelstücke für unsere kommenden Auktionen ein:

20.01.2018 – Auktion in Würzburg (inkl. Online-Auktion einige Tage danach)

15.09.2018 – Auktion in Würzburg (inkl. Online-Auktion einige Tage danach), EDHAC-Tag am 16.09.2018


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